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Concert
Gitarre trifft Gitarre

6 Handen Doen Dromen Huilen, zaterdag 3 april 2010, Brabants House, Helmond

Es ist nun etwas mehr als zwei Jahre her, da tourte ein Trio namens Flamix!, bestehend aus zwei Gitarristen unterschiedlicher musikalischer Genres und einem Geiger/Perkussionisten durch die Niederlande. Genau dieses Gitarrenunternehmen schmiedete neue Pläne und ist, diesmal mit einem Melodica spielenden Pianisten ausgestattet, unter dem Motto: 6 Handen Doen Dromen Huilen unterwegs. In erster Linie drehte es sich hier aber immer noch um die Gitarre und die Konstellation versprach Intensität und Anspruch. Eric Vaarzon Morel Flamencogitarrist spielte unter anderem mit Eric Vloeimans und Harry Sacksioni. Mit Gijs Scholten van Aschat ging er auf Theatertournee. Er genießt den Ruf, einer der besten Flamencogitarristen zu sein.

Gegenpol bildete Jazzgitarrist und Komponist Jesse van Ruller, der durch viele Projekte auf sich aufmerksam macht. Bis einschließlich 2009 über viele Jahre hinweg treues Mitglied des Jazz Orchestra of the Concertgebouw und schöpferischer Geist der Band Mona Lisa Overdrive, ist nun Raum für neue Wege. So zum Beispiel die Premiere beim Nederlands Kamerorkest mit Mark-Anthony Turnage's Bearbeitungen einiger Scofield Kompositionen, wobei Van Ruller - wer auch sonst? - den Scofield Teil übernahm. Eher traditionelle Töne findet er mit dem Rein de Graaff Trio, die moderneren mit dem Jasper Blom Quartett. Als Talentförderer, mit begnadeten Nachwuchsmusikern wie Joris Roelofs und Clemens van der Feen, oder auch als Mitglied der Band The Painkillers, die den singenden Hans Teeuwen begleitet, ist er dieses Jahr auf Tournee.

Der Dritte im Bunde war Pianist Martin Fondse, der sich als Komponist und Arrangeur einen Namen gemacht hat. Auf Zusammenarbeiten mit George Duke, Peter Erskine und Pat Metheny kann er zurückblicken. Seine eigenen vielfältigen Projekte sind unter anderem Starvinsky Orkestar, und die Duos mit Wolfert Brederode und Claudio Puntin.

An diesem Abend war schnell klar, dass es sich hier um eine Lehrstunde der Gitarre handelte. Auf beinahe wissenschaftliche Art und Weise wurde groβer Wert auf komplexe Elemente der Musiklehre, wie Rhythmik in 'El Cojo', und auch die Auseinandersetzung in 'Ottomania' mit der oktatonischen Tonleiter, die im Flamenco, aber auch neben Ravel und Strawinsky von Skrjabin angewandt wurde, gelegt. In Kompositionen wie 'Jesseric' kamen deutlich die stilistischen Unterschiede der Gitarren zur Geltung. Der temperamentvolle, dominante, ja beinahe energisch anmutende Flamenco Stil, der einen Hauch spanischen Flairs verbreitete, und im Gegensatz dazu die frei improvisierende Spielweise des Jazz: Feinsinnig zurückhaltend und durch warme Klangfarbe und Intonation magisch tief berührend.

Martin Fondse, ganz Arrangeur, bot dieser Gitarrengewalt das passende Umfeld. Unaufdringlich und doch präsent schuf er einen harmonischen Rahmen. Damit aber nicht genug. Zugleich zeigte er, dass swingendes Jazzpiano und spanische Gitarre eine wunderschöne Kombination sein kann. Ja und dann die Melodica. Steinerweichend und sehnsüchtig lud es zum Träumen ein, wie auch der große Klassiker 'Concierto de Aranjuez' von J. Rodrigo.

Zu dieser Stimmung hätte noch Van Ruller's Version von 'Touch Her Soft Lips And Part' (William Walton) gepasst. Zugegeben, es handelte sich damals um ein Bandoneon und eine akustische Gitarre; wäre hier aber dennoch ein schönes Exempel aus dem Jazz gewesen.

Alles in allem ein Konzert der leiseren Töne und vor allem für Gitarrenliebhaber. Hier dann auch der kleine Wermutstropfen: Durch relativ wenig Dynamik und Abwechslung war es nicht ganz einfach, konsequent bei der Sache zu bleiben.

Träumen? Aber ja!
Heulen? Aber nein!

Klik hier voor een fotoverslag van dit concert door Cees van de Ven.

(Sabine Fleig, 20.4.10) - - [naar boven]


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